Ein Klartext-Gespräch zwischen Thomas & Emma im KREAVIS Workspace.
Recruiting-Videos – Hollywood-Glanz oder doch nur heiße Luft?
Manche Recruiting-Videos erkennt man schon nach zwei Sekunden – leider oft an der falschen Stelle. Denken wir an den klassischen Drohnenflug über das Firmendach, die Zeitlupe an der Kaffeemaschine oder den hochglanzpolierten Chef-Sprech. Aber warum investieren viele Unternehmen Unmengen in diese Fassade, lassen die echte Emotion ihrer Videos aber links liegen? Unsere Mitarbeiterin Emma hat bei unserem Video-Partner Thomas von THD Video mal so richtig nachgebohrt.
„Ich spüre gerade selbst, wie hart der Markt ist.“
Emma:
Thomas, KREAVIS und du arbeiten ja schon lange zusammen, aber für alle anderen: Wer bist du eigentlich und warum löchere ich heute ausgerechnet dich zum Thema Recruiting Videos?
Thomas:
Ich bin Thomas, Gründer von THD Video. Wir machen den ganzen Tag nichts anderes als Bewegtbild in all seinen Arten und Facetten. Aber der eigentliche Grund ist: Ich habe gerade selbst eine Recruiting-Kampagne auf Social Media für mein eigenes Team am Start. Ich weiß also nicht nur theoretisch, wie es geht, sondern stehe gerade selbst vor der Kamera und merke, was man alles neu lernt, wenn man plötzlich selbst Leute sucht.

„Dein Gebäude stellt niemanden ein.“
Emma:
Das ist spannend – also quasi der Praxistest am eigenen Leib. Mir fällt in vielen Recruiting Videos auf, dass Firmen lieber ihren Fokus auf Steine statt Gesichter setzen. Was hast du bei deiner eigenen Kampagne denn anders gemacht als der klassische Mittelständler, der stolz sein Firmengebäude von oben zeigt?
Thomas:
Ich habe die Drohne im Koffer gelassen. Architektur stellt niemanden ein und ein Gebäude weckt beim Bewerber keine Emotionen. Der größte Fehler ist doch, dass Firmen denken, sie müssten sich als „perfekt“ verkaufen. Die Leute suchen aber kein perfektes Dach über dem Kopf, sondern ein Team, in das sie reinpassen. Deshalb zeige ich bei mir die echte Realität statt der polierten Hochglanz-Broschüre.

„Kaffee-Flatrate zieht keinen mehr vom Sofa.“
Emma:
Absolut, wir suchen ja Kollegen und keine Immobilien. Aber wenn wir die Drohne weglassen, müssen wir ja mit Inhalten punkten. Und da wird es oft schwierig: Meistens landet man dann bei den klassischen Benefits. Was sind denn die echten Trigger, die jemanden dazu bringen, auf „Jetzt bewerben“ zu klicken?
Thomas:
Kaffee und Obstkorb sind 2024 Standard, damit lockst du keinen Profi mehr. Ein guter Trigger ist Wertschätzung oder das Gefühl, wirklich etwas zu bewegen. Wenn ein Bewerber im Video sieht, dass die Mitarbeiter ehrlich lachen oder auch mal über echte Herausforderungen sprechen, baut das Vertrauen auf. Das zieht eher als die obligatorische Obstschale und baut Vertrauen auf.
„Authentizität schlägt Hochglanz – immer.“
Emma:
Das klingt logisch – weg von den Floskeln, hin zur echten Stimmung. Aber ich kann mir vorstellen, dass viele Kunden da Angst bekommen: Wirkt das dann nicht schnell unprofessionell, wenn es zu privat wird? Wo ziehst du die Grenze?
Thomas:
Authentisch heißt nicht schlampig. Wenn der Ton rauscht, schaltet jeder ab. Aber: Ein bisschen echte Nervosität vor der Kamera ist super, das macht sympathisch. Wir lassen das starre Skript weg und zeigen lieber mal echte „Behind the scenes“-Momente. Das ist tausendmal mehr wert als eine sprechende Broschüre.

„Sprich so, wie du beim Feierabendbier redest.“
Fazit – Der KREAVIS Klartext
Emma:
Okay, also Qualität beim Handwerk, aber Lockerheit vor der Kamera. Das ist wahrscheinlich die größte Hürde für viele Chefs. Was ist dein ultimativer Rat für Unternehmer, die jetzt selbst zum Smartphone greifen wollen, sich aber noch nicht so recht trauen?
Thomas:
Sei du selbst. Verstell dich nicht. Wer versucht, wie ein Nachrichtensprecher zu klingen, hat schon verloren. Sprich so, als würdest du einem Freund beim Bier erklären, warum dein Team das beste der Welt ist. Wenn es sich ein bisschen „ungeschminkt“ anfühlt, ist es meistens genau richtig.
Emma:
Also weniger Hollywood-Fassade und mehr echte Einblicke – danke dir, Thomas! Ich nehme auf jeden Fall mit, dass ein Recruiting-Video kein Architektur-Preis gewinnen muss, sondern schlichtweg menschlich sein darf und Emotionen vermitteln muss.
Mit Liebe getextet von
Emma
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