Ein Klartext-Gespräch zwischen Lisa & Emma im KREAVIS Workspace.

KI-Sichtbarkeit – Alles neu oder doch nur SEO 2.0?

Manche Marken erkennt man mit geschlossenen Augen. Denken wir an das „Plopp“ einer Bierflasche, das Startgeräusch eines Macs oder das tiefe „Tudum“ von Netflix. Aber warum investieren viele Unternehmen Unmengen in ein Logo oder Sound, lassen die Sichtbarkeit in der neuen KI-Welt aber links liegen? Unsere Mitarbeiterin Emma hat bei unserer SEO-Expertin Lisa mal so richtig nachgebohrt. Wie ist das jetzt mit der KI – was müssen wir tun, um dort überhaupt noch gefunden zu werden?

„Ich werde in der KI gefunden, ohne jemals GEO gemacht zu haben.“

Emma:

Lisa, wir hören von Kunden gerade ständig: „Was ist denn jetzt mit der KI? Werde ich da überhaupt noch gefunden?“ Bevor wir in die Panik einsteigen: Wer bist du eigentlich und warum bleibst du so entspannt, wenn alle anderen gerade über GEO, SGE und den Untergang von Google reden?

Lisa:

Ich bin Lisa, ehemalige Softwareentwicklerin, und spiele das SEO-Game seit 2016. Da habe ich meinen ersten eigenen Blog gestartet, welcher bis heute noch meine persönliche Spielwiese ist. Das heißt, ich weiß, wie es sich anfühlt, zu ranken. Und ja, ich weiß auch, wie es sich anfühlt, in der KI gefunden zu werden – denn ich werde da gefunden, obwohl ich noch kein „GEO“ gemacht habe. Letztendlich geht es um Entitäten und darum, dem Algorithmus Ergebnisse zu liefern. Das ist nichts Neues. Das machen wir seit Jahren mit Google so – nur jetzt eben mit anderen Attributen und Aspekten.

Videoanruf eines lächelnden Menschen auf einem Bildschirm; Schreibtisch mit Geräten, Kabeln und Schreibutensilien im Hintergrund.

„KI-Sichtbarkeit ist zu 90 % klassisches SEO.“

Emma:

Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Du sagst, die Miete ist eigentlich mit „normalem“ SEO fast schon bezahlt. Ich hab mal von dir den Satz gehört: „KI-Sichtbarkeit ist eigentlich zu 90% klassisches SEO und nur ein bisschen „Extra-Magic“. Was sind denn diese 90 %, die Unternehmen jetzt auf keinen Fall vernachlässigen dürfen?

Lisa:

Es klingt simpel, aber daran scheitern die meisten: Eine technisch saubere Website – Spoiler: daran scheitern wirklich die meisten –, einzigartiger Content mit eigenen Erfahrungen (EEAT lässt grüßen!) und eine saubere Zielgruppenrecherche. Wer seine Hausaufgaben hier macht und starke Signale von außen bekommt, hat die 90 % schon in der Tasche.

Junge Frau mit Brille spricht aktiv im Gespräch und gestikuliert, während sie auf einem grauen Sessel sitzt.

„Es geht darum, zur Entität zu werden.“

Emma:

Okay, die Basis muss stehen. Aber was ist mit dem Rest? Was ist dieses „bissle mehr“, das man heute tun muss, um nicht nur von Google, sondern auch von LLMs wie ChatGPT oder Gemini als relevante Quelle wahrgenommen zu werden?

Lisa:

Jetzt geht es darum, sein Unternehmen oder sich als Person zur „Entität“ zu machen. Wir müssen also schauen, welche Infos wir gezielt wo ausspielen und dabei einheitlich bleiben. Man muss sichtbar sein und nach außen gehen – als Experte wahrgenommen werden. Dazu gibt es viele Methoden, aber es ist natürlich auch sehr viel Arbeit. Das unterschätzen viele.

„Die KI hat den Film nie miterlebt.“

Emma:

Das mit der Arbeit und dem Expertenstatus ist ein wichtiger Punkt. Man merkt ja oft selbst, dass KI-Texte irgendwie seelenlos sind. Warum ist dieser „Einheitsbrei“ gerade jetzt die größte Gefahr für die Sichtbarkeit?

Lisa:

Mach doch mal selbst ein Experiment und schreibe einen Text über deine Lieblingsserie oder deinen Lieblingsfilm. So wie du es deinen Freunden am Freitagabend erzählen würdest. Und dann geh her und lass die KI über diesen Film erzählen. Merkst du den Unterschied?
Du wirst Sidenotes bringen – dass der Schauspieler heiß war oder dir an einer spannenden Stelle die Chips ausgegangen sind. Das ist Persönlichkeit. Das wollen Menschen hören. Die KI kann den Film niemals so miterlebt haben wie du. Wer nur generischen KI-Content raushaut, zeigt der Suchmaschine (und dem Nutzer) eigentlich nur eines: Hier gibt es nichts Neues zu lernen.

Lächelnde Frau mit Brille spricht in ein Mikrofon vor grünem Hintergrund, dekoriert mit Illustrationen und Pflanzen.

„In einer generischen Welt wollen die Leute wieder mehr Persönlichkeit.“

Emma:

Wenn die KI alles beantwortet, haben viele Kunden Angst, dass bald gar keiner mehr auf die Website klickt. Ist die Sorge berechtigt?

Lisa:

Naja, du sagst ja auch nicht deiner Mutter, dass sie dir Hosen mitbringen soll aus dem Fachgeschäft. Du willst schon noch selber stöbern und anprobieren, oder? In einer generischen Welt wollen die Leute wieder mehr Persönlichkeit. Gucken, was dahintersteckt. Ich bin mir sicher, dass die Klicks auf das Impressum und die „Über mich“-Seite steigen werden. Wer nur 08/15 will, nutzt die KI – wer Sicherheit und Tiefgang will, sucht den Experten.

„Authentische Signale sind wie die Restaurant-Recherche im Urlaub.“

Emma:

Aber wie schaffe ich es dann, dass die KI mich überhaupt als diesen Experten vorschlägt?

Lisa:

Stell dir vor, du willst im Urlaub schick essen gehen. Du recherchierst. Du findest eine Website mit tollen Bildern, dann liest du persönliche Bewertungen anderer Gäste, siehst vielleicht eine Auszeichnung oder einen sympathischen Zeitungsartikel über das Lokal. Genau so funktioniert das auch online. Du musst es schaffen, gute, authentische Signale von außen zu bekommen. Das geht über Podcasts, Interviews, Gastbeiträge, YouTube oder Social Media. Die Summe dieser Signale sagt der KI: „Diese Person/Firma weiß wirklich, wovon sie redet.“

Junge Frau mit Brille sitzt lächelnd in einem modernen Wohnzimmer auf einem Sessel und hält ein orangefarbenes Notizbuch.

„Du lässt dir von ChatGPT ja auch nicht den Splitter rausoperieren.“

Emma:

Jetzt gibt es natürlich die „Selbermacher“, die sagen: „Ich hab doch ChatGPT, ich brauche kein Team im Rücken.“ Warum braucht man gerade jetzt KREAVIS und dich als Expertin im Rücken?

Lisa:

Wer es selber machen will, soll das gerne tun – muss aber mit den Konsequenzen leben. Ich lasse mir von der KI ja auch keine Anleitung erstellen, wie ich mir selbst einen Splitter rausoperiere oder den Elektronikplan für mein Haus erstelle. Alles, was mit deinem Leben oder deinem Geld zu tun hat (YMYL – Your Money, Your Life), sollte ordentlich gemacht werden. Nicht generisch, sondern mit Hintergrundwissen. Und bei deinem Unternehmen geht’s nun mal um dein Leben und dein Geld. Klar ist es cool, dass man mit KI plötzlich programmieren kann. Ich finde es auch cool, dass ich Fahrrad fahren kann – trotzdem würde ich bei der Tour de France komplett untergehen. Es geht hier um mehr als ein Hobbyprojekt.

„Sprich so, wie du beim Feierabendbier redest.“

Fazit – Der KREAVIS Klartext

Emma:

Zum Schluss mein persönlicher „Klartext“-Check: Wenn ein Unternehmer heute nur eine einzige Sache ändern könnte, um für die KI-Zukunft gewappnet zu sein – was wäre das?

Lisa:

Eine Seite, ein Thema. Authentisch bearbeitet mit eigener Meinung und eigenen Bildern. Wir müssen uns von den Begrifflichkeiten lösen – am Ende wollen wir alle online sichtbar sein.

Emma:

Also bleibt das Geheimrezept eigentlich menschlich: Echte Expertise statt künstlichem Einheitsbrei. Danke für den Realitätscheck, Lisa!

Bereit für echte Sichtbarkeit statt Hollywood-Fassade?
Wir bringen dein Business in die Suche – bei Google, Gemini und Co. Ehrlich, direkt und mit Hintergrundwissen. Schreib uns eine Nachricht und wir schauen gemeinsam, wo dein Potenzial schlummert.

Junge Frau mit Brille sitzt auf einem Sessel und hält ein orangefarbenes Blatt Papier in der Hand, lächelt.

Mit Liebe getextet von
Emma

Fachgebiete
Code-Zauberin, Handball-Jongleurin

Kurz gesagt
Bringt Ordnung ins Code-Chaos und sorgt dafür, dass Design und Funktion zusammenpassen. Wenn sie nicht gerade Frontend-Feinschliff betreibt, optimiert sie Ladezeiten oder pixelperfekte Details – verständlich, präzise, mit viel Gespür.

Lieblingssatz im Team
„Das geht auch barrierefrei!“